"Bleib sauber Magdeburg!": Elbestädter fordern mehr Verantwortung von Hundehaltern
24.03.2009 14:53
Oberbürgermeister überreichte Präsente an Umfragegewinner
"Mit
der Umfrage im Abfallwegweiser 2009 wollten wir in Erfahrung bringen,
wie groß der Bekanntheitsgrad der Kampagne 'Bleib sauber Magdeburg!'
ist und was die Menschen unserer Stadt in Bezug auf Ordnung und
Sauberkeit am meisten bewegt", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.
"Ich danke allen Magdeburgerinnen und Magdeburgern für ihre Teilnahme
und gratuliere den 20 Gewinnern ganz herzlich."
Insgesamt drei Fragen hatten die Stadtverwaltung auf der ersten
Innenseite des Abfallwegweisers gestellt. Neben den Fragen zur
Bekanntheit der Aktion und zur Ordnung und Sauberkeit in der Stadt
wollten die Initiatoren auch erfahren, ob Magdeburg überhaupt
Initiativen für mehr Sauberkeit benötigt.
Die Ergebnisse der Befragung
97 Prozent aller Umfrageteilnehmer kennen die Aktion "Bleib sauber
Magdeburg!", 99 Prozent sind der Meinung, dass Initiativen für mehr
Sauberkeit in Magdeburg auch weiterhin notwendig sind. "Das Ergebnis
beweist den hohen Bekanntheitsgrad unserer 2005 gestarteten Initiative
und deren weitere Notwendigkeit", interpretiert Magdeburgs Beigeordnete
für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz die
Auswertung der Antworten.
Die meisten (88 Prozent) der insgesamt 807 Umfrageteilnehmer ärgern sich über Hundekot auf Fußwegen, Plätzen und Wiesen, gefolgt von illegalen Graffiti (70 Prozent), unangeleinten Hunden (64 Prozent) und Glasscherben auf Fuß- und Radwegen (61 Prozent). Bei der Frage, was die Magdeburger im Stadtbild am meisten stört, waren mehrere Antworten möglich. Weitere Kritikpunkte waren unter anderem illegal entsorgter Müll, Vandalismus auf Spielplätzen und rücksichtslose Fahrradfahrer.
Obwohl
nach positiven Eindrücken nicht gefragt wurde, lobten viele Teilnehmer
u.a. die Abfallentsorgung, saubere Straßenbahnhaltestellen, die vielen
Grünanlagen und das insgesamt sehr saubere Stadtbild.
Konsequenzen aus der Befragung
Die Aktion "Bleib sauber Magdeburg!" wird weiter fortgesetzt.
Hauptschwerpunkt sind künftig weitere Maßnahmen, die Hundehalter ohne
wenn und aber zum Entfernen des Kots ihrer Tiere zwingen sollen. "Die
Ergebnisse der Befragung und die verstärkte öffentliche Diskussion
sollte Hundehalter, die noch nicht die Hinterlassenschaften ihrer
Vierbeiner entfernen, wachrütteln und zum Nachdenken über ihr Verhalten
anregen", appelliert Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper an alle bislang
uneinsichtigen Hundehalter.
Magdeburgs Beigeordneter Holger Platz verweist in diesem Zusammenhang
nochmals auf die bestehenden Rechte und Pflichten: "Hundehalter müssen
die Häufchen ihrer vierbeinigen Begleiter auf allen Straßen, Wegen,
Plätzen, in Baumscheiben sowie in Grünanlagen generell sofort
entfernen. Dies gilt auch für die insgesamt 26 Hundewiesen der Stadt
sowie für private Grundstücke, sofern diese für die Öffentlichkeit
zugänglich sind. Der Hundekot kann in jedem Papierkorb oder Mülleimer
entsorgt werden. Ich erwarte, dass die Hundehalter dieser Pflicht
nachkommen. Die Zahlung der Hundesteuer bedeutet nicht, dass Hundekot
liegen bleiben darf."
Die Stadtverwaltung wird in den kommenden Wochen sowohl den Druck auf uneinsichtige Hundehalter verstärken als auch eigene Maßnahmen gegen Hundekot im Stadtgebiet umsetzen. "Derzeit erarbeiten wir einen Maßnahmekatalog, der unter anderem verstärkte Kontrollen und Sondereinsätze des Stadtordnungsdienstes sowie zusätzliche Informationsangebote für Hundehalter vorsieht", blickt Holger Platz voraus.
Ende Februar dieses Jahres waren in der Landehauptstadt 10.864 Hunde angemeldet. Nach vorsichtigen Berechnungen des Stadtordnungsdienstes produzieren diese mehr als drei Tonnen Hundekot pro Tag.







