"Bleib sauber Magdeburg!" geht in die nächste Runde - Keine Chance für illegale Graffiti in der Landeshauptstadt

Schulterschluss zwischen Stadtverwaltung und Sachsen-Anhalts Justiz (16. August 2007)

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Sachsen-Anhalts Justiz-Staatsssekretär Burkhard Lischka und der Generalstaatsanwalt des Landes Jürgen Konrad haben heute gemeinsam den Startschuss für die nächste Etappe der Werbeoffensive "Bleib sauber Magdeburg!" gegeben. Das neue Thema sowie das dazugehörende Werbemotiv auf Plakaten und City Cards widmen sich den nicht zu akzeptierenden Schmierereien an Gebäuden durch illegale Graffiti.
Graffiti

"Mit der Aktion wollen wir unser Engagement zur Eindämmung illegaler Graffiti weiter verstärken", begründet Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper den symbolischen Schulterschluss zwischen der Stadtverwaltung und der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt. "Allein im vergangenen Jahr wurden in der Landeshauptstadt 1.173 Sachbeschädigungen durch illegale Graffiti registriert. Nirgendwo darf der Eindruck entstehen, dass die Magdeburger diese Verunstaltungen hinnehmen würden. Deshalb wollen wir unter unserer bekannten Dachmarke 'Bleib sauber Magdeburg!' illegale Sprayer über die Konsequenzen ihres Handelns informieren, unbelehrbare Täter zur Verantwortung ziehen sowie junge Menschen auf legale Alternativen aufmerksam machen."

 

Zum Start der neuen Anti-Graffiti-Offensive machte Sachsen-Anhalts Justiz-Staatssekretär Burkhard Lischka auf möglichen Auswirkungen für Sprayer aufmerksam: "Illegale Graffiti werden von der Justiz als Straftat verfolgt. Das kann Geld- oder sogar Freiheitsstrafen nach sich ziehen. Bei einer erfolgreichen Klage auf Schadensersatz kann der Sprayer außerdem finanziell für den von ihm verursachten Schaden zur Verantwortung gezogen werden. Das geht häufig in die Tausende", so Lischka. Mit Eintragungen in das Führungszeugnis und bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) ergeben sich für die Täter weitere Nachteile bei Bewerbungen oder Kreditanträgen.

 

Mit dem neuen Themenmotiv wurden insgesamt 3.000 City Cards sowie 300 Plakate für Litfaßsäulen und gedruckt. Auf der Rückseite der City Cards wird zusätzlich in einem "Sparprogramm fürs Nichtstun" an fünf prägnanten Beispielen verdeutlicht, was illegale Sprayer sparen können, wenn sie sich an das geltende Ordnungsrecht halten. Gleichzeitig machen die City Cards auf alternative Angebote unter www.graffiti-legal.com aufmerksam. Die Karten werden durch die Mitarbeiter der Kripo-Beratungsstelle an Schulen verteilt. Sie sind auch beim Jugendamt, den Bürgerbüros und der Kfz-Zulassungsstelle kostenlos erhältlich.

16.08.2007 13:18

Zurück